Schrägen im Schlafzimmer nutzen: Stauraum clever planen
Schrägen im Schlafzimmer wirken auf den ersten Blick wie verlorener Raum. Dabei bieten sie genau die Flächen, die in vielen Wohnungen fehlen: Stellplatz für Dinge, die nicht täglich gebraucht werden. Entscheidend ist, dass die Möbel an die Dachneigung angepasst werden und nicht umgekehrt. Wer einfach einen hohen Standardsschrank an die Schräge stellt, verliert Platz und ärgert sich über die Lücke dahinter. Besser ist es, die Höhe der Schräge exakt zu messen und die Möbel danach auszuwählen.
Für die niedrigen Zonen eignen sich flache Schränke unter der Schräge mit geringer Tiefe, die sich bündig an die Wand schieben lassen. Darunter passen Schubkästen auf Rollen, die man bei Bedarf hervorzieht. Diese Kombination schafft Ordnung, ohne den Raum zu erdrücken. Wichtig ist, dass die Möbel nicht bis zur Dachspitze reichen, sondern eine Luftschicht von einigen Zentimetern bleibt. So kann die Luft zirkulieren und Feuchtigkeit staut sich nicht.
Stauraum unter der Schräge heißt nicht, jede Nische zuzustellen. Wer den Raum als Ganzes betrachtet, erkennt, welche Flächen wirklich gebraucht werden. Kleidung, Bettwäsche und saisonale Dekoration gehören in geschlossene Boxen, die man stapeln kann. Offene Regale wirken schnell unruhig, besonders wenn die Schräge niedrig ist. Eine Sitzbank mit Klappfach vor der Schräge löst gleich zwei Probleme: Sie bietet Platz zum Anziehen und versteckt darunter, was sonst herumliegen würde.
Die Beleuchtung sollte mitgeplant werden. Unter der Schräge ist es oft dunkel, deshalb gehören dort LED-Leisten oder kleine Spots an die Unterseite der Möbel. Wer die Fläche zusätzlich als Leseecke nutzen will, stellt eine flache Lampe auf die Ablage. So wird aus dem tot geglaubten Winkel ein funktionierender Teil des Schlafzimmers, der nicht größer wirkt, aber deutlich mehr kann.